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"Junge Wilde"
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FCS verliert unglücklich gegen Malchow mit 2:4

Wenn der Torwart der ärmste Hund ist 

(ml) Es gibt Abende, die bleiben den Fußballfans in Erinnerung. Letzten Freitag bekamen die gut 120 Zuschauer beim Oberliga-Punktspiel zwischen dem FC Strausberg (FCS) und dem Malchower SV 90 genau einen solchen Abend geboten. Der neutrale Zuschauer hatte seine helle Freude an einem Mix aus Kampfgeist, ominösen Schiedsrichterentscheidungen und Slapstick. Doch der Reihe nach: das es gegen Malchow und deren Toptorjäger Tobias Täge schwer werden kann, war klar. Das Malchow auch den Schiedsrichter als zwölften Mann benötigen würde, nicht wirklich. Der FCS startete gut, Malchow aber mit der ersten Chance. Dann ein Handelfmeter für den FCS aus Kategorie „Kann man geben, muss man aber nicht.“ Tim Bolte tritt an und verwandelt souverän. Der Schiedsrichter zeigt auch Tor an, bis ihn sein Assistent korrigiert. Die Folge: Freistoß für Malchow und kein Tor. Die Erklärungsversuche so vielfältig wie kurios. Zunächst sollen Strausberger zu früh in den Strafraum gelaufen sein, dann hätte es aber Wiederholung des Elfmeters geben müssen. Die nächste Version dann, dass Bolte den Ball zweimal berührt habe. Als die mitgeschnittenen Bilder aus der Videokamera diese Version widerlegen, einigt sich das Gespann im Nachgang darauf, Bolte hätte den Anlauf unnatürlich verzögert – ein Witz, aber es sollte nicht der letzte sein an diesem Abend.. Malchow kommt nun immer häufiger gefährlich vor das FCS-Tor und in der 23.Minute ist der Ball auch im Strausberger Kasten. Aber weil Michael Freyer im Abseits steht, freut sich dieser zunächst selbst auch nicht wirklich über den Treffer, bis er bemerkt, dass der Assistent die klare Abseitsposition nicht erkannt haben will. Es dauert bis kurz vor der Pause, bis sich der FCS wieder gefangen hat. Dann segelt in 44.Minute eine Hereingabe von Bolte sekundenlang durch die Luft. Tobias Lindner drängt an der Abwehr vorbei in den Strafraum und der Ball ist zum Ausgleich im Kasten – Torjubel, der jäh durch einen Abseitspfiff unterbrochen wird. Spätestens hier befindet sich das Schiedsrichtergespann im Fokus der Emotionen.

Nach der Pause kommt der FCS immer besser ins Spiel. Der Druck wird für Malchow zu groß und der Strausberger Torjäger Martin Kemter dreht durch zwei Traumtore in der 65. und 71. Minute das Spiel. Der FCS ist nun klar auf der Siegerstraße, die nächsten Treffer scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein. Bis zu jener verhängnisvollen Aktion in der 83.Minute, als FCS-Torwart Niklas Bledow einen Aussetzer hat. Einen harmlosen Schuss scheint er bereits sicher gefangen zu haben. Doch mit einer Slapstickeinlage bringter Täge ins Spiel, der sich nicht lange bitten lässt und zum 2:2 Ausgleich einnetzt. Der FCS geschockt – wie schon in den Spielen zuvor ist der 19-jährige Torwart kein sicherer Rückhalt. Malchow spürt die Verunsicherung und Täge schießt sich mit einem lupenreinen Hattrick zum 2:4 aus seiner persönlichen Torflaute. Das dem letzten Malchower Tor erneut ein klares Abseits vorausging, war da nur noch eine Randbemerkung. Minutenlang blieb Bledow nach dem Schlusspfiff allein auf dem Rasen zurück. Auf Trainer Christof Reimann kommen schwere Zeiten zu, der zunächst die Torwartfrage lösen muss, bevor es am Freitag zum schweren Auswärtsspiel zu TeBe Berlin geht und dann am 28.10. das Heimspiel im Derby gegen Victoria Seelow ansteht.

Im Nachwuchs ein durchwachsenes Bild zum Beginn der Herbstferien: während die A-Junioren beim 0:4 Auswärtserfolg in Wusterhausen ihr Ticket für die 3.Runde des Landespokals lösten, kamen die B-Junioren beim 6:0  in Weisen (Prignitz) unter die Räder und schieden aus. Das gleiche Schicksal ereilte die C-Junioren, bei denen es auch nach Verlängerung 0:0 gestanden hatte und die im Elfmeterschießen unglücklich mit 3:4 dem FK Hansa Wittstock unterlagen. Die Kleinfeldmannschaften hatten bis auf die F1-Junioren spielfrei. Das Team von Karsten Meißner kam beim gut besetzten Turnier bei Meteor Berlin auf Platz 11 von 16 Mannschaften.

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