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"Junge Wilde"
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Reimann wünscht sich mal ein schlechtes Spiel

Oberligatrainer hadert mit gutem Spiel, aber null Punkten / 2. Männer und AH gewinnen

(ml) Der FC Strausberg (FCS) hat am vergangenen Sonntag wiederholt gezeigt, dass einem, wenn man unten steht, schlicht das Pech an den Schuhen zu kleben scheint. Wieder hat die Mannschaft von Coach Christof Reimann gut gespielt, diesmal gab es sogar den 1:0 Führungstreffer gegen die Mannschaft von Tennis Borussia Berlin (Pawel Cierech in der 31. Minute), dennoch ging das Spiel 1:2 verloren. Punkte waren gegen die Berliner Mannschaft, die auf Platz 4 der Tabelle steht, zwar nicht eingeplant. Wenn man aber 90 Minuten in der Energie-Arena wirklich ansehnlichen Fußball geboten bekommt, wenn der Gegner wieder einmal Hochachtung hat und sich fragt, weshalb der FCS auf einem Abstiegsplatz steht, dann blieb Reimann nichts anderes übrig, als sich in der Pressekonferenz mal ein schlechtes Spiel seiner Mannschaft zu wünschen, das dann aber glücklich gewonnen wird. Natürlich gibt es Baustellen – die erheblichste wohl in der Offensivabteilung, wo der Kader schlicht nicht oberligatauglich ist. Das aufgrund von Verletzungen mit Jacek Malanowski der vierte etatmäßige Torwart eingesetzt werden musste, tat sicher auch sein Übriges. Aber das Leben ist nun Mal kein Wunschkonzert und so wird es wohl, wie von Reimann prognostiziert, bis zum vorletzten Spieltag dauern, bevor der Frage ernsthaft beantwortet werden kann, ob der Klassenerhalt geschafft ist oder nicht. Gelegenheit zu punkten gibt es schon am Freitag, wenn das gewohnt heiße MOL-Derby in Seelow auf dem Programm steht (Anstoß 19:30 Uhr).

Wie man gegen eine Mannschaft aus dem Oderbruch gewinnt, machte die zweite Herrenmannschaft im Auswärtsspiel gegen Traktor Kienitz vor. Trotz 1:0 Rückstandes drehte das Team von Lars Reinke die Partie und gewann mit 1:5. Die Ü35-Mannschaft gewann bereits am Freitagabend ihr Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten aus Schöneiche souverän mit 0:4 und ist nun sechste. Die C2-Junioren gewannen mit 3:0 gegen Petershagen/Eggersdorf und holten damit die ersten drei Punkte in der Platzierungsrunde. Das größte Programm am Wochenende hatten die F1-Junioren. Sie waren zum Fielmann-Cup in Eberswalde als eine von 24 Mannschaften eingeladen worden. Zwar sprang am Ende nur der 21.Platz heraus, doch war es doch sehr lehrreich, insbesondere den Finalmannschaften von Bayern München und dem FC Liverpool (Bayern gewann 1:0 und wurde Turniersieger) bei deren sehr schnellem Spiel zuzusehen. Schade, dass sich Union Fürstenwalde an seine ursprüngliche Zusage, das parallel zum Eberswalder Turnier für Sonntagmorgen angesetzte Pokalspiel zu verschieben, kurzfristig nicht mehr gebunden fühlte und noch ärgerlicher, dass die aufopferungsvoll kämpfenden Jungs nicht belohnt wurden, sondern trotz klarer Torchancen den Gegner gefühlt drei Mal vor den eigenen Kasten kommen ließen und als 0:3 Verlierer aus dem Pokal ausschieden.

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